Wissenswert

Verspannt?

Im Alltag sitzen oder stehen wir oft in einer Haltung bei der die Arme und Schultern nach vorne ziehen. Da gehören sie aber eigentlich nicht hin.

Wenn wir in Balance sind, befinden sich die Schultern seitlich gesehen über den Hüftknochen. Aber wir schreiben oder tippen, lenken das Auto, rühren im Topf, telefonieren und ziehen dabei die Schultern unbewusst nach vorne. Dazu kommt dann noch Stress und es passiert, dass wir unsere Musculus Levator Scapulae (das sind die Schulterblattheber) nach oben ziehen, und den Pectoralis Minor (so nennt sich der kleine Brustmuskel) kontrahieren, so dass wir wie eine Schnecke, den Kopf einziehen. Das scheint eine instiktiv ablaufende Reaktion auf Stress zu sein. Wenn sich die Schnecke in ihr Schneckenhaus zurückzieht, hat sie einen gewissen Schutz. Bei uns macht dieses „Kopf-Einziehen“ wenig Sinn und führt zu den gefürchteten Verspannungen im Nacken- und Schulterbereich.

Wenn es dann passiert ist, kommen wir oft nicht von selbst wieder raus aus der Misere. Yoga kann helfen, die verspannten Muskeln zu lockern, da wir durch die Yogahaltungen ein Signal zum Loslassen setzen. Wir versuchen außerdem durch das Dehnen des Brustmuskels und das Stärken der Muskeln im Schultergürtel (v.a. die Rhomboideen), die Balance wieder herzustallen. Es kann ein langer Prozess sein, bis man die Balance wieder gefunden hat aber oftmals ist schon nach der ersten Yogastunde eine Verbesserung (und meistens auch etwas Muskelkater) spürbar.

Komm raus aus Deinem Scheckenhaus und befreie Dich von Spannungen und Stress!