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Was ist anders am Yin Yoga?

Yin Yoga wird vorwiegend im Sitzen und Liegen ausgeübt. Ziel sind nicht extreme Dehnungen sondern es geht darum einen wohl dosierten Stress auf Muskeln, Gewebe und Gelenke auszuüben. Dadurch können Mechanismen zur Kräftigung und Heilung ausgelöst werden. Durch das lange Halten der Positionen dringt man in tiefere Schichten des Körpers, erreicht nicht nur die Muskeln sondern auch Sehnen, Bänder und Faszien, so dass eine tiefe Wirkung möglich werden kann.

Spüre jeweils in die Körperregion hinein, die angesprochen werden soll. Man muss aus seiner Komfortzone herauskommen, damit es einen Effekt gibt. Der Schmerz, den die Dehnung verursacht sollte sich dumpf anfühlen, niemals stechend. Deshalb ist das Spüren und Wahrnehmen so wichtig.

Muskeln haben einen natürlichen Schutzreflex, der ihnen „befiehlt“ zu kontrahieren, wenn sie gedehnt werden. Wichtig ist dann, dass man sich entspannt, indem man den Muskel bewusst loslässt. Es dauert meistens ein wenig, bis das passiert. Deswegen werden die Asanas im Yin auch so lange ausgeführt (3-5 Minuten). Erst dann kann es eine Tiefenwirkung in Faszien und Gelenken geben.

Während einer Yin-Yogahaltung bemerkt man sicher nicht nur, was sich da im Körper abspielt sondern auch im Geist, Dort kann es ebenfalls widersprüchliche Gedanken zum Thema Yinübung geben „Was mache ich hier eigentlich?“ „Wie lange soll das denn noch dauern?“. Je öfter man Yin Yoga praktiziert, desto gelassener und entspannter wird auch der Geist.

Tiefenwirkung eben!