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Essen, wenn man Hunger hat?

Heutzutage sind wir es gewohnt, ständig an Nahrung zu kommen. Wir essen fast andauernd – weil Mittagszeit ist, weil alle anderen auch essen, weil uns langweilig ist, zur Ablenkung, aus Genuss oder Frust. Wen wundert es, dass viele Menschen Probleme mit dem Gewicht haben? Ein Überangebot gepaart mit Bewegungsarmut.

Würden wir eine Zeitreise antreten und in die Steinzeit reisen, um unseren Vorfahren von unserem Leben zu berichten, sie würden meinen, wir lebten im Schlaraffenland. In der Steinzeit war die Hauptaufgabe der Menschen die direkte Beschaffung von Nahrung. Es ging ums nackte Überleben. Den ganzen Tag bewegten sich die Menschen, um zu jagen, zu suchen und zu pflücken, was die Natur hergab.

Zeiten ohne Nahrung waren völlig normal. In unserer Zeit dagegen ist Nahrungskranz eine Entscheidung und nennt sich Fasten. Keine schlechte Idee, wenn man bedenkt, dass unsere Körper noch so funktionieren wie die in der Steinzeit. Damals gab es, nebenbei bemerkt, auch noch keinen Zucker und das Essen war keine Wissenschaft.

Heute weiß man von der Schädlichkeit einiger Lebensmittel – trotzdem werden sie noch gegessen. Man weiß auch, dass der zeitweise Verzicht auf Nahrung die Selbstheilungskräfte des Körpers anregen kann und trotzdem essen wir meist pausenlos weiter. Es klingt doch logisch: wenn der Körper ständig mit der Verstoffwechselung der aufgenommenen Nahrungsmittel beschäftigt ist, bleibt für andere Dinge keine oder nur wenig Zeit.

Es muss ja nicht gleich gefastet werden. Ein gesunder Anfang kann sein, auf den eigenen Körper zu hören. Iss nur dann, wenn Du wirklich Hunger hast! Spüre mal, wie es sich anfühlt, wenn der Magen leer ist. Es kann sehr von Vorteil sein, das Verdauungssystem etwas leer laufen zu lassen. Eventuell entsteht dadurch eine neue Sichtweise zum Thema Ernährung und führt zu einem bewussteren Umgang mit dem Thema Essen.